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Wie der Facebook-Algorithmus unseren Newsfeed steuert

Facebook NewsfeedDer Facebook-Algorithmus steuert die Anzeige der Neuigkeiten, wenn wir die Facebook-Seite angemeldet aufrufen. Über die Kenntnis der Priorisierung von Beiträgen für einzelne Benutzer lässt sich erahnen, warum unsere Beiträge bei anderen angezeigt oder ausgeblendet werden. Für Seitenbetreiber ist das ein unbedingtes Know-how, denn Reichweite ist das Maß für Seitenbetreiber. Der Facebook-Algorithmus entscheidet am Ende, welcher unserer Beiträge bei den Fans angezeigt werden. Nur so ist es möglich bei den richtigen Menschen die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit anzeigen zu lassen.

Eine Mischung aus den Erkenntnissen, was alle Facebook-User interessiert und was einzelne Facebook-User interessiert, führt zu einer Bewertung der Beiträge mit Hinblick auf die Relevanz für den entsprechenden Facebook-User. Dabei wird ausgewertet, um welche Art von Beitrag es sich handelt, also ein Video, ein Bild oder eine reine Statusmeldung, die Anzahl der Likes und Kommentare darunter, und natürlich Deine Interaktion mit dem Verfasser. Hat ein Beitrag nur kurzzeitig viele Likes, dann geht Facebook davon aus, dass die Meldung nur kurzzeitig interessant war und zeigt diese nicht wieder an. Ein direkt geteilter Link wird höher gewertet als ein Link, der sich z.B. im Text zu einem Foto befindet. Bei Videos ist entscheidend, wieviele Facebook-User das Video gesehen haben, aber auch, wie lange es durchschnittlich angeschaut wurde. Um ein exzellentes User-Erlebnis zu haben, werden auf mobilen Endgeräten, die eine langsame Internetverbindung haben, weniger Videos angezeigt. Natürlich entscheidet auch die Anzahl von Likes und Kommentaren unserer Freunde darüber, was wir angezeigt bekommen. Wir selbst wiederum geben durch Likes und Kommentare auf einer Facebook-Seite bekannt, dass wir deren Inhalte mögen, folglich werden uns auch mehr Inhalte dieser Seiten angezeigt.

Facebook führt also für jeden Beitrag eine Schätzung durch, wie relevant der Beitrag für den Facebook-User sein könnte. Wie genau das abläuft, weiß niemand so genau. Große Social Media Unternehmen und Personen testen das an eigenen Beiträgen und ermitteln daraus den aktuell gültigen Algorithmus. Diese Bewertung ändert sich auch ständig, so dass wir immer nur eine Momentaufnahme machen können oder bekommen werden. Seit Juni 2015 wird beispielsweise auch gemessen, wie wir unseren Newsfeed scrollen, wo wir wie lange stehen bleiben, wie lange wir einen Text lesen, und danach, was wir damit machen. Eines ist und bleibt aber klar: Die Interaktion ist das größte Signal für den Wunsch mehr von dem Verfasser, z.B. einer Facebook-Seite, sehen zu wollen. Für Seitenbetreiber bleibt es also dabei, dass sie die Interaktion der Fans mit ihrer Seite vorantreiben und täglich auf’s Neue provozieren müssen. Die Texte dazu sollten nicht übermäßig werben oder zu direkt auffordern, sie sollten aktivierend wirken und einen großen Nutzen bieten. Das lieben Fans, und das belohnen Fans mit Likes, Kommentaren und dem Teilen dieser Inhalte.

Facebook-Hilfe zum Algorithmus: https://www.facebook.com/help/327131014036297/

Der Kanal ist voll auf t3n.de: http://t3n.de/news/facebook-haben-posts-viel-538325/

Aktuelle Nutzerzahlen der der sozialen Medien (Stand: Ende 2015)

Social Media Nutzer Ende 2015Die Zahl der Nutzer aller sozialen Medien weltweit ist auf knapp 2 Milliarden angestiegen, und das im Vergleich zu 1 Milliarde Nutzer im Jahre 2010. Das soziale Netzwerk Facebook alleine ist in dieser immensen Nutzerzahl mit 1,55 Milliarden Nutzern vertreten, die anderen sozialen Medien liegen, meist weit abgeschlagen, dahinter. Die amerikanische Tech-Webseite „Search Engine Journal“ hat die Nutzerzahlen der großen sozialen Medien veröffentlicht:

LinkedIn: 97 Millionen
Pinterest: 100 Millionen
Snapchat: 200 Millionen
Tumblr: 230 Millionen
Twitter: 316 Millionen
Google+: 343 Millionen
Instagram: 400 Millionen
YouTube: 1 Milliarde
WhatsApp: 1 Milliarde
Facebook: 1,5 Milliarden

XING: 9,7 Millionen

Etwas alleinstehend, weil für den deutschen Unternehmer und das deutsche Unternehmen ganz wichtig: XING. Das deutsche soziale Newtzwerk kommt auf 9,2 Millionen Nutzer in der DACH-Region und auf 9,7 Millionen Nutzer weltweit. Die Zahlen sind auch aus dem Januar 2016, also topaktuell.

Wenn man nun alles etwas bereinigt, dann bleibt es dabei: Facebook ist ein MUSS, YouTube und Instagram gehören, wenn Content vorhanden ist, zum guten Ton, die Inhalte auf den Dreien dürfen Spaß machen und unterhalten. Dann kommt XING dazu, wo sich Unternehmer und Unternehmen etwas mehr business-like präsentieren und Google+, weil wir Google bezüglich ihrer Suchmaschine gefallen wollen. Das ist die absolute Kurzform eines eigentlich komplexeren Themas, dem man sich in meinem Soziale Medien Workshop langsam annähern kann.

Weitere Informationen:

Übersicht aktueller Social Network Statistiken (Laufend ergänzt)

Facebook, YouTube & Co.: Die 8 größten sozialen Netzwerke nach Nutzerzahl Stand 2016

Foto: pixabay by Pixelkult

Sieben Fehler, die man in Facebook nicht machen sollte

Facebook LikesManch einer spricht und schreibt an der Stelle gerne von Todsünden, aber soweit möchte ich gar nicht gehen. Es gibt einfach Handlungen, die einem das Leben nur schwerer machen. Wer diese Fehler nicht macht, der kommt schneller ans Ziel. Daher werde ich auch nicht nur die Fehler benennen, sondern auch aufzeigen, was man besser hätte machen können und besser machen sollte.

Unternehmen treten mit Profilen auf
Es geht ganz schnell, dann hat man eine Profilseite für ein Unternehmen angelegt. Auf den ersten Blick wirkt das gar nicht so schlimm, jedoch müssen Fans nun eine Freundschaftsanfrage stellen und können nicht mit einem einzigen Klick zeigen, dass sie die Seite mögen. Natürlich hat man so keine Adresse, keine Öffnungszeiten und sonstige unternehmerische Informationen, man hat keine Statistiken, bei 5.000 Freunden ist Schluss, und ganz am Rande verstößt es gegen die Facebook AGBs. Also gleich eine Facebook Seite für Unternehmen anlegen und ggf. diese mit einem zusätzlichen unternehmerischen Profil verknüpfen.

Facebook ist kein Kanal für klassische PR-Meldungen
Pressemitteilungen sind oft langweilig, aufgebläht, weder lustig noch ansprechend. Sie gehören nicht auf die Facebook Unternehmensseite, auch wenn es so verlockend ist, die Pressemeldungen der letzten 5 Jahre mal eben dort zu wiederholen. Social Media lebt vom Dialog, Pressemitteilungen sind Monologe.

Die persönliche Note
Wer keine persönliche Note in seine Beiträge reinbringt, der verliert früher oder später, mindestens an Reichweite und an Interaktion. Mit Werbung und Gewinnaktionen gewinnt man keine Fans, womit nicht plumpe Erhöhung der „Gefällt mir“s der Seite gemeint ist, sondern echte Fans, die immer wiederkommen. Geschichten aus dem Arbeitsalltag mit einer sehr persönlichen Note, spannend geschrieben, kommen dafür umso mehr an.

Sprüche-, Essens- und Tierbilder
Was auf dem privaten Profil gut ankommt, darf auf der Unternehmensseite nicht wiederholt werden. Katzenbilder und Sinnsprüche haben auf der Facebook Seite nichts verloren. Wir wollen als kompetenter Experte wahrgenommen werden, und dazu braucht es fast alles, außer den in der Überschrift genannten Inhalten. Achtung: Firmenhunde und -katzen, denen eine strategische Maßnahme, also eine Rolle zugeteilt wurde, gehören sehr wohl in die Social Media Kommunikation.

Das Impressum
Manch einer denkt, Facebook wäre keine Website und bräuchte kein Impressum. Aber das ist weit gefehlt. Die Unternehmensseite auf Facebook ist öffentlich sichtbar und bedarf eines eigenen Impressums. Mittlerweile hat Facebook dafür auch einen Bereich und Infos“ auf der Facebook Seite geschaffen, auf dem Profil natürlich nicht. Ein fehlendes Impressum bietet eine große Angriffsfläche für Wettbewerber oder direkt für Abmahnanwälte. Also ganz wichtig, ein Impressum muss her.

Angemessene Reaktion in jeder Situation
Wer braucht schon böse Kommentare, Widerspruch oder Kritik? Im Grunde niemand, und trotzdem werden wir es erleben und dann ist guter Rat teuer. Die Beiträge, die man nicht sehen will, zu löschen, ist keine besonders gute Taktik. Das wäre Zensur. Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz sind jetzt gefragt. In vielen Fällen nützt es auch die gesamte Kommunikation auf ein persönliches Gespräch am Telefon oder gar unter vier Augen zu führen. In seltenen Fällen ist es ratsam einfach gar nichts zu machen, weil es niemand aufgreift und keiner wahrnimmt, oder auch mal etwas zu löschen, wenn tatsächlich unumgänglich ist. Aber dann sollten andere über diesen Schritt im Nachgang informiert werden

Pflege, Pflege, Pflege … und Pflege
Nach unseren Soziale Medien Workshops gibt es immer erst mal einen Hype, die Profile und Seiten werden gepflegt und ausreichend bespielt. Nach einiger Zeit lässt das aber nach, dann kehrt der Alltag zurück, und in diesen Alltag hat das Thema Social Media keinen Einzug gehalten. Das ist ein grober Fehler, da Themen, wie Außendarstellung, Imagebildung, Pflege der Kunden und Interessenten, ja vielleicht sogar Kundengewinnung, absolut Aufgaben des Alltags sind. Alles braucht einen Plan, Beiträge könnten einen Redaktionsplan benötigen, auf dem Themen, Inhalte, Verantwortliche, Termine, usw. dokumentiert sind und nach dem man sich täglich oder wöchentlich richten kann.

Fazit
Es ist nie zu spät. Wer sich im Text oben ertappt gefühlt hat, der kann noch heute loslegen und was tun. Die Fehler und ihre Tipps zur Vermeidung sind auch nur angerissene Themen, denn im Social Media muss der Content (u.a.) nicht mehr nur zur Zielgruppe, sondern auch zum Kanal passen. Es gibt daher keine feste Anleitung für alle Unternehmen dieser Welt. Wir müssen uns beraten lassen, uns probieren und ein Stück weit auch beim Laufen lernen. Viel Spaß.

Fotos: pixabay.com

Facebook: Vom Gleichgewicht zwischen Inhalten von Freuden und Seiten

Facebook LupeFacebook nimmt wieder Änderungen am News Feed Algorithmus vor, die sich auf drei Punkte auswirken, um dem Nutzer mehr Inhalte im News Feed zu präsentieren. Gesucht wird der richtige Mix, Facebook glaubt, diesen für jeden einzelnen von uns zu kennen, und so sollen Inhalte von Freunden, Seiten und Gruppen in eine sinnvolle Balance gebracht werden. Dass der News Feed Algorithmus regelmäßig angepasst werden muss und angepasst wird, spricht ja eine deutliche Sprache. Ganz so einfach ist das wohl nicht. Dazu wertet Facebook die Rückmeldungen der Nutzer aus und darauf basierend finden die Anpassungen statt. Weiterlesen

Optimierung der Social Media Aktivitäten

Bitte nicht verzetteln !!!
Bitte nicht verzetteln !!!

Nicht jedes Unternehmen kann auf einen Stab von Marketingfachleuten zurückgreifen, wenn es um das Content Marketing, also das Produzieren der Inhalte für Social Media, geht. Daher sollten diese Aktivitäten optimiert werden, damit man mit der meist sehr wenigen Zeit effizient umgehen kann. Denn: Erfolgreiche Beiträge zu erstellen ist sehr aufwendig, angefangen von der Recherche der Texte über die Produktion von Bildern und Videos bis hin zur plattformgerechten Gestaltung.

Wer einen Plan hat, der kommt entspannter ans Ziel. Daher ist eine der Empfehlungen immer einen Postingplan zu haben und nach diesem zu arbeiten. Mit einem solchen Plan kann man die Zeiten und die Themen gut überwachen. Denn Social Media lebt von Information, Entertainment und Service. Nur wer einen gelungenen Mix daraus produziert, der wird Erfolg haben. Im Postingplan sind die Zeiten der Veröffentlichungen festgelegt, und dann kann man auch Themengebiete definieren. Diese Woche dieses Thema, nächste Woche jenes Thema, und so weiter. Das schafft man auch ohne Plan ganz gut, aber nur mit einem Plan kann man das perfekt überwachen. Im Übrigen spreche ich die ganze Zeit nicht von Tools, die mir beim Einstellen der Beiträge helfen. So etwas gibt es auch, und in diesen Tools kann man Themen und Inhalte vorschreiben und zu bestimmten Zeiten automatisch veröffentlichen lassen. Aus meiner Sicht macht ein solcher automatischer Plan mit der Zeit müde, vor allem müde, hochaktuelle Themen auch mal direkt aufzugreifen.

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Der Algorithmus des Facebook News Feed bekommt ein Update – Im Übrigen regelmäßig

Faecbook Logo
Faecbook Logo

Der News Feed in Facebook ist diese Startseite, auf der alles zusammengetragen wird, was Freunde auf Profilen und in Gruppen, Unternehmen auf Seiten und Werbetreibende in Facebook-Werbung schreiben. Ein Algorithmus definiert, was für jeden einzelnen von uns in unserem jeweiligen News Stream gehört. Die einfachste Formel dabei ist sicher die, dass jedes Like zu einem Thema, zu einer Person oder einem Unternehmen dazu führt, dass künftige ähnliche Themen von Irgendjemandem oder beliebige Themen von diesen Personen oder Unternehmen in meinem News Feed präsenter erscheinen. Das ist klar. Zwei Neuerungen aus dem September 2014 nehme ich mal unters Visier. Es geht hier in erster Linie darum zu erkennen, wie vielschichtig diese Steuerung ist, und wie breit man denken muss, wenn man etwas Virales produzieren möchte.

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Sieben Social Media Trends

Infografik SocialMediaExaminer
Infografik SocialMediaExaminer

Marketingleute, auf neudeutsch Marketeers, und Social Media sind unzertrennlich, ja, OK, das haben wir verstanden. Marketeers können sich im Social Media als Werbetreibende nahezu uneingeschränkt ausprobieren. Sie schalten Werbung auf Facebook oder machen auf Twitter Alarm, oder in einem anderen sozialen Netzwerk oder einen anderen Social Media Kanal. Die Frage lautet daher: Was bevorzugt die Mehrheit? Welche Trends kann man erkennen? Sieben dieser Trends hat eine Infografik analysiert. Weiterlesen