Kategorie: Aktuelles

Facebook-Gruppen haben jetzt Moderatoren

Facebook GruppenmoderatorenNach langer Wartezeit, zumindest habe ich lange darauf gewartet, kann man in Facebook-Gruppen nun Moderatoren ernennen. Das große Problem eines Gruppenadministrators ist ja, dass ein zweiter ernannter Administrator den ersten Admin aus der Gruppe entfernen kann. Diese Angst hatte ich auch immer bei meiner Kochgruppe „Bei Freunden und Fremden im Kochtopf“ mit mittlerweile über 11.000 Mitgliedern und bin seither der einzige Admin dieser großen Gruppe. Jetzt ist nicht einfacher einen Co-Admin, oder sagen wir Moderator, zu finden, aber es ist überhaupt technisch möglich.

Während der Administrator und der Moderator zusammen das Supportpostfach bearbeiten, Beiträge fixieren, Benutzer entfernen, Beiträge entfernen, Beiträge bestätigen sowie Mitgliedsanfragen ablehnen oder bestätigen können, bleiben weitere Aufgaben und Verantwortungen auf Seiten des Administrators. Er verantwortet die Gruppeneinstellungen und kann einen Administrator und einen Moderator ernennen oder auch entfernen.

Und wie ernennt man nun einen Moderator? Man klickt auf „Mitglieder“ (der Gruppe) und i9m Anschluss auf das Zahnrädchen hinter dem Namen des Gruppenmitgliedes. Hier kann man ein Mitglied zum Administrator oder zum Moderator ernennen.

Weitere Infos zu Moderatoren:
https://www.facebook.com/help/901690736606156

Twitter wird 10 Jahre alt – Herzlichen Glückwunsch

twitter.com
twitter.com

Vor heute genau 10 Jahren eher zufällig als klitzekleiner Dienst zur Übermittlung kurzer Statusmeldungen innerhalb eines Unternehmens entwickelt, mauserte sich Twitter in den letzten Jahren zu einem etablierten Dienst, einem Microblogging-Dienst in der Familie der sozialen Medien. Ein schnelles Wachstum in den Anfangsjahren verhinderte den Aufbau einer echten Community, so dass Twitter sehr beliebt ist, aber keine richtige Basis hat.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Twitter-Gemeinde auch immer schnell auf die Barrikaden geht, wenn es bei Twitter irgendwie nach Geldverdienen respektive Werbung riecht, oder tönt. Natürlich steht der Twitter-Chef unter Druck, weil Twitter Geld verdienen muss, weil Twitter tiefrote Zahlen schreibt und weil die Twitter-Aktie furchtbar im Keller ist. Es fehlt eine echte Strategie, und da hilft es nicht, sich immer wieder nur an die Notlandung des Passagierflugzeugs im Hudson River, an den arabischen Frühling, den Bombenanschlag auf den Boston Marathon, Selfies der Fußball-Weltmeister aus der Kabine oder den Schrecken der Terrorattacken von Paris zu erinnern, also Themen, die wir ohne Twitter nicht hätten so real und fast live miterleben können. Das Wachstum möglich ist, zeigt Facebook, das weiterhin ein beachtliches Wachstum hinlegt und mittlerweile bei 1,6 Milliarden aktiven Nutzern angekommen ist. Twitter selbst hat um die 300 Millionen aktive Nutzer, Tendenz fallend.

Nach meinem Gefühl hat dieses Twitter seinen Zenit überschritten, es hatte seine besten Tage und es geht langsam unter. Natürlich sehe ich den Abgang etwas früher kommen, als andere, da ich Twitter nie richtig leiden und nutzen konnte. Und natürlich wird Twitter nicht so schnell untergehen, da es echte Fans hat, die ohne Twitter nicht leben können und die für ihr Twitter kämpfen werden, die am Ende auch Geld ausgeben werden für Twitter.

Aber, fast schon als Fazit formuliert: Twitter hat seine Nutzer, und wer die erreichen will, und die nur dort erreichen kann, der muss Twitter nutzen. Twitter bleibt also ein wesentlicher Vertreter in der Kommunikationsstrategie, wenn es passt.

Facebook Page Plugin und Share-Buttons sind nachr Urteil des LG Düsseldorf unzulässig

Facebook LikeSeit knapp fünf Jahren gibt es in meinem Soziale Medien Workshop einen praktischen Workshopteil zum Thema „Bekanntmachnung der eigenen Facebook Seite“ und „die eigene Website für Social Media fit machen“. Darin erläutere ich regelmäßig, dass man mit einer sogenannten Facebook Like Box, dem heutigen Page Plugin, auf die eigene Seite aufmerksam machen kann und dass man mit Like/Share-Buttons die Inhalte der eigenen Website leicht teilbar für Dritte macht. Ein Nachteil der Plugins ist, dass sie Daten des Nutzers an Dritte übermitteln, und das auch schon bei Aufruf der eigenen Website. Man wird als Webseitenbetreiber also zum Handlanger der Datensammelwut dritter Unternehmen.

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, fordert seit langer Zeit die Vereinbarkeit des Facebook-Geschäftsmodells mit deutschem und europäischem Datenschutz. Immer wieder taucht dabei auch die Datenübertragung von persönlichen Daten an Facebook beim reinen Aufrufen einer Website auf. Ein Like-Button und ein Page Plugin wissen immer, ob man selbst auf dieser Seite schon mal einen Like geklickt oder ob man auf der im Page Plugin verlinkten Facebook Unternehmensseite bereits „Gefällt mir“ geklickt hat. Dazu werden Daten beim Aufrufen der Website vom Facebook-Plugin direkt an Facebook verschickt, dort ausgewertet und zur Steuerung des Plugins oder des Like-Buttons benutzt. Der ahnungslose Webseitenbesucher ahnt davon nichts.  Bisher war es ausreichend in den Datenschutzerklärungen auf der eigenen Website pauschal darauf hinzuweisen, dass Daten an Dritte übertragen werden. Korrekterweise hat man das für die übelsten Vertreter einzeln gemacht, also vor allem für Facebook und Google.

Natürlich ist es unlogisch auf eine Übertragung von Daten hinzuweisen, wenn diese bereits passiert ist. Es war also zu erwarten, dass deutsche Gerichte irgendwann diese Funktionen insoweit verbieten, dass Webseitenbetreiber das Übertragen dieser Informationen verhindern müssen. So habe ich das immer kommuniziert, und ich bin davon ausgegangen, dass es nie zu einer solchen Regelung, die dem Abschalten elementarer Grundfunktionen des heutigen Internets und einem Stellvertreterkrieg zwischen deutschen Datenschützen dem US-amerikanischen Facebook gleichkommt, kommen wird. Aber es ist passiert: Auf Initiative der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Düsseldorf im Grunde fast jeden „Gefällt mir“ Button auf Blogs und Webseiten sowie die meisten Social Plugins in ihrer aktuellen Version als rechtswidrig deklariert. Ab sofort sind Bußgelder, Abmahnungen und allgemein anwaltlicher Stress vorprogrammiert.

Wer also das aktuelle Page Plugin von Facebook oder Share-Buttons auf der eigenen Website integriert hat, der muss nun prüfen, dass diese Tools keine Daten übertragen. Das jQuery Plug-In socialshareprivacy von heise.de verfolgt schon länger den Ansatz vor dem Teilen von Inhalten sich explizit mit der Übertragung von persönlichen Daten einverstanden zu erklären. Aber ob auch das Plugin nach heutigem Gerichtsurteil einer Abmahnung standhält, kann ich nicht sicher beantworten. Wie immer gilt also: Wer 100% rechtsicher unterwegs sein möchte, der deaktiviert alle Plugins auf Webseiten, die Daten an Dritte übertragen. Tatsächlich muss man hier etwas abwarten, da das Urteil des LG Düsseldorf weit ausgelegt die Abschaltung des heutigen Internets bedeuten würde. Das kann und wird nicht so bleiben, wird so sicher nicht interpretiert werden.

MOBILEGEEKS äußerst sich etwas spitz aber dennoch unterhaltsam und informativ zum Thema.

Foto: pixabay by Simon

Aktuelle Nutzerzahlen der der sozialen Medien (Stand: Ende 2015)

Social Media Nutzer Ende 2015Die Zahl der Nutzer aller sozialen Medien weltweit ist auf knapp 2 Milliarden angestiegen, und das im Vergleich zu 1 Milliarde Nutzer im Jahre 2010. Das soziale Netzwerk Facebook alleine ist in dieser immensen Nutzerzahl mit 1,55 Milliarden Nutzern vertreten, die anderen sozialen Medien liegen, meist weit abgeschlagen, dahinter. Die amerikanische Tech-Webseite „Search Engine Journal“ hat die Nutzerzahlen der großen sozialen Medien veröffentlicht:

LinkedIn: 97 Millionen
Pinterest: 100 Millionen
Snapchat: 200 Millionen
Tumblr: 230 Millionen
Twitter: 316 Millionen
Google+: 343 Millionen
Instagram: 400 Millionen
YouTube: 1 Milliarde
WhatsApp: 1 Milliarde
Facebook: 1,5 Milliarden

XING: 9,7 Millionen

Etwas alleinstehend, weil für den deutschen Unternehmer und das deutsche Unternehmen ganz wichtig: XING. Das deutsche soziale Newtzwerk kommt auf 9,2 Millionen Nutzer in der DACH-Region und auf 9,7 Millionen Nutzer weltweit. Die Zahlen sind auch aus dem Januar 2016, also topaktuell.

Wenn man nun alles etwas bereinigt, dann bleibt es dabei: Facebook ist ein MUSS, YouTube und Instagram gehören, wenn Content vorhanden ist, zum guten Ton, die Inhalte auf den Dreien dürfen Spaß machen und unterhalten. Dann kommt XING dazu, wo sich Unternehmer und Unternehmen etwas mehr business-like präsentieren und Google+, weil wir Google bezüglich ihrer Suchmaschine gefallen wollen. Das ist die absolute Kurzform eines eigentlich komplexeren Themas, dem man sich in meinem Soziale Medien Workshop langsam annähern kann.

Weitere Informationen:

Übersicht aktueller Social Network Statistiken (Laufend ergänzt)

Facebook, YouTube & Co.: Die 8 größten sozialen Netzwerke nach Nutzerzahl Stand 2016

Foto: pixabay by Pixelkult

„Freunde-finden“-Funktion ist unzulässig

"Freunde-finden"-Funktion ist unzulässigDer gesamte Registrierungsprozess auf facebook.com ist etwas verwirrend, wenn man tatsächlich nur einen Account benötigt, wenn man für den Moment niemanden finden und eigentlich auch selbst gar nicht gesehen werden will. In meinen Soziale Medien Workshops erkläre ich gerade an dieser Stelle der Registrierung regelmäßig, was dahinter steckt. Zum einen wird mit dem Auslesen der Kontakte und dem Hochladen dieser zu facebook.com geprüft, wer bereits auf facebook.com einen Account, also ein Profil. Diese Facebook-Mitglieder werden dem Neuling sofort als Freundschaftsvorschläge angezeigt. Die Verwunderung ist riesig, wenn man viele dieser Vorschläge tatsächlich kennt. Nunja, kein Wunder.

Und dann ist das die Sache mit dem Versenden von E-Mails. „Freunde finden“ alleine ist ja nicht weiter verwerflich, denn das wäre die von mir oben genannte Funktion. Es geht mehr um die Funktion, dass Dritte darüber informiert werden, dass ich nun neu auf facebook.com bin und das soll mithilfe einer E-Mail an Dritte kommuniziert werden. Für einen echten Social Media-Profi ist das einerseits bekannte Praxis andererseits steht da auch deutlich, dass Kontakte per E-Mail informiert werden. Aber aus Anfänger- und Verbrauchersicht sind gerade die „Überpringen“-Buttons viel zu klein. Man könnte meinen, dass Facebook mehr an neuen Mitgliedern interessiert ist, als daran, dass wir tatsächlich neue Freunde auf Facebook finden werden. Am Ende hat der Bundesgerichtshof nach Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland (Vzbv) entschieden, dass Einladungen an Personen auf diese Art und Weise nicht verschickt werden dürfen und eine „wettbewerbsrechtlich unzulässige belästigende Werbung“ darstellen sowie Mitglieder „über Art und Umfang der Nutzung der von ihm importierten Kontaktdaten irregeführt“ werden.

YAHOO! wird wieder aller Browser Standardsuche

Java UpdateImmer öfter sehe ich in den Webbrowsern meiner Kunden YAHOO! als Standardsuche und auch als Startseite zumindest im Firefox und Chrome. Das passiert, weil beim Java-Update diese Einstellungen auf Wunsch des Anwenders übernommen werden. YAHOO! als Suchmaschine … Da bekommt ein IT-Nerd, wie ich einer bin, der auch noch einige Jahre IT-Interesse auf dem Buckel hat, gleich mal ein Déjà-vu. Denn YAHOO! war Mitte der Neunziger die Suchmaschine schlechthin, zumindest für mich. Da war von Google noch keine Rede, Google als Suchmaschine war da noch nicht mal geboren.

Nun muss man aber faierweise sagen, dass eine Suchmaschine, wie wir sie heute kennen, anfangs etwas anders aufgebaut war. Die heutigen Suchmaschinen waren seinerzeit erst mal Webkataloge. Dort wurden Internetseiten nach Kategorien sortiert aufgelistet, und waren eben nach diesen Kategorien und technischen Parametern, wie <TITLE>, <KEYWORDS> und <DESCRIPTION> zu finden. Einem Webkatalog, wie YAHOO! musste man auch noch sagen, welche Webseite es indizieren, also in den Katalog aufnehmen, soll.

Nun ja, was kann das zur Folge haben? Wir alle kümmern uns akribisch darum, dass unsere eigene Webseite in der Google Suche immer auf der ersten Seite, besser auf dem ersten Platz, steht. Da bleibt es zu hoffen, dass Google die führende Suchmaschine bleibt. Das steht ja für den Moment außer Frage, aber wie immer muss man eben dort vertreten sein, wo die meisten Menschen sich aufhalten, vernetzt sind oder eben schlichtweg suchen. À propos Vernetzung: YAHOO! besitzt im Moment die Foto-Community Flickr sowie die Blogging-Plattform Tumblr, und wenn YAHOO! es schafft ein soziales Netzwerk auf die Beine zu stellen, das nur minimal funktioniert, dann kann es Google ganz schnell einholen. Man darf gespannt sein.

Was darf man im Netz sagen und was nicht?

Facebook LupeGrundsätzlich haben wir ein Recht auf Meinungsfreiheit. Zu dieser Meinungsfreiheit zählen Nutzer sozialer Netzwerke jedoch weit mehr, als es rechtlich erlaubt ist. Grundlage für diese Rechtsverletzung ist in den meisten Fällen, dass es einen Glauben daran gibt, dass das Netz anonym wäre und im Netz andere Regeln gelten würden. Beide ist natürlich so nicht richtig. Eine Beleidigung ist und bleibt eine Beleidigung, egal ob ich diese online erledige oder die Person dabei vor mir steht. Bei Online-Straftaten ist es entscheidend, ob diese öffentlich begangen werden. Be einer kleinen ein- oder zweistelligen Anzahl von Mitlesern meiner Beleidigung könnte ein Gericht ggf. von einer Aussage in einem privaten Rahmen ausgehen. Alles darüber, und konkret in solzialen Netzwerken, wie Facebook, wo ein Nutzer im Schnitt zwischen 100 und 300 Freunden hat, sind solche Äußerungen dann per se öffentlich.

Aber zurück zur Meinungsfreiheit. Wir Deutschen dürfen erst mal alles sagen, was wir denken, solange wir nicht die Grenze zu einer Straftat überschreiten. Straftaten sind u.a. Beleidigungen einer Person und/oder Gruppe, Verleumbung, üble Nachrede, Volksverhetzung, öffentliche Aufforderungen zu Straftaten, usw. Wir kennen das aus der realen Welt, die Gesete gelten 1:1 auch online.

Bleibt also die Frage, ob man gegen Hassreden jeder Art vorgehen sollte. Soziale Netzwerke bieten Möglichkeiten unrechtmäßige Inhalte zu melden. Dabei gilt beim Melden das Rechtsverständnis des Meldenen und bei der Überprüfung das Rechtsverständnis des Anbieters. Häufig werden gemeldete Inhalte nicht entfernt (gemaßregelt), unser Bundesjustizminister Heiko Maas versuchte gar einen Vorstoß, dass z.B. Facebook unrechtmäßige Inhalte löschen solle. Bei einem US-amerikanischen Unternehmen gilt in Bezug auf Naziparolen (hier beispielhaft) ein andere Maßstab als bei uns Deutschen. Darüberhinaus müsste ein Unternehmen, wie Facebook, für jedes Land/für jeden Staat wissen, prüfen und entscheiden, ob ein Inhalt hier und/oder unrechtmäßig ist, oder nicht.

Man kann als Fazit vielleicht festhalten: Nicht alles, was andere schreiben, ist rechtmäßig. Nicht alles, was nicht gelöscht wird, ist rechtmäßig. Achja, und nicht alles, was geschrieben steht, ist wahr.

Brauchen wir einen Dislike-Button in Facebook?

FB-Like-Button
FB-Like-Button

Die Frage und die Diskussion darum ist wahrscheinlich so alt wie das soziale Netzwerk selbst. Immer, wenn es ein eher emotional negatives Thema gibt, weiß man nicht so recht, ob man es liken soll. Angenommen, der Hund einer Freundin ist gestorben und sie teilt ihre Gefühle auf Facebook, dann will man sozial-mediale Anteilnahme zeigen, also keine großen Worte verlieren, sondern mit einem einzigen Klick mitteilen, dass man mitleidet. Dafür hat man aber nur eine einzige Mitteilungsart: „Gefällt mir“. Der Ruf nach einem „Gefällt mir nicht“-Button ist daher groß, und besonders groß ist er sicher im Moment, da es auf Facebook auch politisch einiges zu disliken gäbe.

In meinen Soziale Medien Workshops kommt der Like-Button, also das Liken, einmal so konkret vor, dass klar wird, warum es keinen Dislike-Button gibt. Das soziale Netzwerk Facebook lebt von Anfang an von einer guten Stimmung unter den Nutzern. Dazu gehört, dass man alles liken kann, aber nichts disliken. Gefällt einem etwas nicht, dann kann man es nur nicht liken. Somit bekommt niemand mehr Dislikes als Likes, wie es auf der Plattform Youtube gerne mal passieren kann, denn dort kann man etwas mögen, aber auch nicht mögen. Ein weiteres Beispiel aus dieser Kategorie ist die Art der Freundschaftsanfrage in Facebook. Etwas übertrieben kann man sagen, dass bei einer bestätigten Freundschaftsanfrage ein riesen Fass aufgemacht wird bei Facebook, in meinem Newsstream, im Newsstream meines neuen Freundes und in den Newsstreams unserer nun gemeinsamen Freunde. Wird meine Anfrage jedoch abgelehnt, dann geht das sang- und klanglos in den Weiten des sozialen Netzwerkes unter.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Facebook an einer Art „Gefällt mir nicht“-Bekundung arbeitet, aber von einem echten Gegenstück zum Like-Button ist keine Rede. Vielmehr wird es eine Art Anteilnahme- oder „Habe ich gesehen“-Button ohne jede Wertung geben. Ich bin gespannt.

Google+ und sein Abschied auf Raten

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Jetzt ist es amtlich: Google+ wird sozusagen beerdigt, auch wenn Google selbst es so nicht nennt. Jegliche Zwangsmaßnahmen zur Positionierung des sozialen Netzwerkes werden beendet, so dass Google+ über kurz oder lang nur noch Mitglieder hat, die es wirklich mögen. Das wäre dann der Untergang dieses Produktes aus dem Hause Google, und aus dem Bereich der sozialen Netzwerke im Hause Google nicht der erste. Aber Google wäre nicht Google, wenn es nicht mit irgendetwas Neuem wie Phoenix aus der Asche aufsteigen würde. Das kann klappen, wenn sich Google auf das besinnt, was es am besten kann: Nicht zu kopieren, sondern die Dinge zu erfinden oder zumindest neu zu erfinden.

Zu erkennen ist die Beerdigung daran, dass Youtube und Google+ entkoppelt werden, dass man Google Photos bereits ohne einen Google+ Account nutzen kann und auch Google+ Chef  Horowitz verweist in seiner LinkedIn-Jobbeschreibung schon nicht mehr auf Google+. Ich selbst fühle mich bestätigt, habe ich ja immer dazu geraten, Google+ zu bedienen, mehr aus SEO-Gründen, aber keine wirkliche Kraft und Energie darin zu vergeuden.

R.I.P. Google+

Facebook will Nachrichteninhalte künftig selber vertreiben

(Photo : Robert Scoble | Flickr)
(Photo : Robert Scoble | Flickr)

Das neue Produkt hat den Namen „Instant Articles“ bekommen und es bedeutet nichts anderes, als das Facebook nicht mehr nur Links zu Nachrichten anbieten will sondern die Nachricht selber. Damit will Facebook seine Macht weiter ausbauen, und es wirkt wie eine Antwort auf die „Digital News Initiative“, mit der Google in den letzten Tagen Verlage und Medienhäuser um sich scharrt, um mit denen zusammen die künftige vorrangig digitale Medienlandschaft zu gestalten. Aber zurück zu Facebook. Weiterlesen