Facebook-Gruppen haben jetzt Moderatoren

Facebook GruppenmoderatorenNach langer Wartezeit, zumindest habe ich lange darauf gewartet, kann man in Facebook-Gruppen nun Moderatoren ernennen. Das große Problem eines Gruppenadministrators ist ja, dass ein zweiter ernannter Administrator den ersten Admin aus der Gruppe entfernen kann. Diese Angst hatte ich auch immer bei meiner Kochgruppe „Bei Freunden und Fremden im Kochtopf“ mit mittlerweile über 11.000 Mitgliedern und bin seither der einzige Admin dieser großen Gruppe. Jetzt ist nicht einfacher einen Co-Admin, oder sagen wir Moderator, zu finden, aber es ist überhaupt technisch möglich.

Während der Administrator und der Moderator zusammen das Supportpostfach bearbeiten, Beiträge fixieren, Benutzer entfernen, Beiträge entfernen, Beiträge bestätigen sowie Mitgliedsanfragen ablehnen oder bestätigen können, bleiben weitere Aufgaben und Verantwortungen auf Seiten des Administrators. Er verantwortet die Gruppeneinstellungen und kann einen Administrator und einen Moderator ernennen oder auch entfernen.

Und wie ernennt man nun einen Moderator? Man klickt auf „Mitglieder“ (der Gruppe) und i9m Anschluss auf das Zahnrädchen hinter dem Namen des Gruppenmitgliedes. Hier kann man ein Mitglied zum Administrator oder zum Moderator ernennen.

Weitere Infos zu Moderatoren:
https://www.facebook.com/help/901690736606156

Wie der Facebook-Algorithmus unseren Newsfeed steuert

Facebook NewsfeedDer Facebook-Algorithmus steuert die Anzeige der Neuigkeiten, wenn wir die Facebook-Seite angemeldet aufrufen. Über die Kenntnis der Priorisierung von Beiträgen für einzelne Benutzer lässt sich erahnen, warum unsere Beiträge bei anderen angezeigt oder ausgeblendet werden. Für Seitenbetreiber ist das ein unbedingtes Know-how, denn Reichweite ist das Maß für Seitenbetreiber. Der Facebook-Algorithmus entscheidet am Ende, welcher unserer Beiträge bei den Fans angezeigt werden. Nur so ist es möglich bei den richtigen Menschen die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit anzeigen zu lassen.

Eine Mischung aus den Erkenntnissen, was alle Facebook-User interessiert und was einzelne Facebook-User interessiert, führt zu einer Bewertung der Beiträge mit Hinblick auf die Relevanz für den entsprechenden Facebook-User. Dabei wird ausgewertet, um welche Art von Beitrag es sich handelt, also ein Video, ein Bild oder eine reine Statusmeldung, die Anzahl der Likes und Kommentare darunter, und natürlich Deine Interaktion mit dem Verfasser. Hat ein Beitrag nur kurzzeitig viele Likes, dann geht Facebook davon aus, dass die Meldung nur kurzzeitig interessant war und zeigt diese nicht wieder an. Ein direkt geteilter Link wird höher gewertet als ein Link, der sich z.B. im Text zu einem Foto befindet. Bei Videos ist entscheidend, wieviele Facebook-User das Video gesehen haben, aber auch, wie lange es durchschnittlich angeschaut wurde. Um ein exzellentes User-Erlebnis zu haben, werden auf mobilen Endgeräten, die eine langsame Internetverbindung haben, weniger Videos angezeigt. Natürlich entscheidet auch die Anzahl von Likes und Kommentaren unserer Freunde darüber, was wir angezeigt bekommen. Wir selbst wiederum geben durch Likes und Kommentare auf einer Facebook-Seite bekannt, dass wir deren Inhalte mögen, folglich werden uns auch mehr Inhalte dieser Seiten angezeigt.

Facebook führt also für jeden Beitrag eine Schätzung durch, wie relevant der Beitrag für den Facebook-User sein könnte. Wie genau das abläuft, weiß niemand so genau. Große Social Media Unternehmen und Personen testen das an eigenen Beiträgen und ermitteln daraus den aktuell gültigen Algorithmus. Diese Bewertung ändert sich auch ständig, so dass wir immer nur eine Momentaufnahme machen können oder bekommen werden. Seit Juni 2015 wird beispielsweise auch gemessen, wie wir unseren Newsfeed scrollen, wo wir wie lange stehen bleiben, wie lange wir einen Text lesen, und danach, was wir damit machen. Eines ist und bleibt aber klar: Die Interaktion ist das größte Signal für den Wunsch mehr von dem Verfasser, z.B. einer Facebook-Seite, sehen zu wollen. Für Seitenbetreiber bleibt es also dabei, dass sie die Interaktion der Fans mit ihrer Seite vorantreiben und täglich auf’s Neue provozieren müssen. Die Texte dazu sollten nicht übermäßig werben oder zu direkt auffordern, sie sollten aktivierend wirken und einen großen Nutzen bieten. Das lieben Fans, und das belohnen Fans mit Likes, Kommentaren und dem Teilen dieser Inhalte.

Facebook-Hilfe zum Algorithmus: https://www.facebook.com/help/327131014036297/

Der Kanal ist voll auf t3n.de: http://t3n.de/news/facebook-haben-posts-viel-538325/

Twitter wird 10 Jahre alt – Herzlichen Glückwunsch

twitter.com
twitter.com

Vor heute genau 10 Jahren eher zufällig als klitzekleiner Dienst zur Übermittlung kurzer Statusmeldungen innerhalb eines Unternehmens entwickelt, mauserte sich Twitter in den letzten Jahren zu einem etablierten Dienst, einem Microblogging-Dienst in der Familie der sozialen Medien. Ein schnelles Wachstum in den Anfangsjahren verhinderte den Aufbau einer echten Community, so dass Twitter sehr beliebt ist, aber keine richtige Basis hat.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Twitter-Gemeinde auch immer schnell auf die Barrikaden geht, wenn es bei Twitter irgendwie nach Geldverdienen respektive Werbung riecht, oder tönt. Natürlich steht der Twitter-Chef unter Druck, weil Twitter Geld verdienen muss, weil Twitter tiefrote Zahlen schreibt und weil die Twitter-Aktie furchtbar im Keller ist. Es fehlt eine echte Strategie, und da hilft es nicht, sich immer wieder nur an die Notlandung des Passagierflugzeugs im Hudson River, an den arabischen Frühling, den Bombenanschlag auf den Boston Marathon, Selfies der Fußball-Weltmeister aus der Kabine oder den Schrecken der Terrorattacken von Paris zu erinnern, also Themen, die wir ohne Twitter nicht hätten so real und fast live miterleben können. Das Wachstum möglich ist, zeigt Facebook, das weiterhin ein beachtliches Wachstum hinlegt und mittlerweile bei 1,6 Milliarden aktiven Nutzern angekommen ist. Twitter selbst hat um die 300 Millionen aktive Nutzer, Tendenz fallend.

Nach meinem Gefühl hat dieses Twitter seinen Zenit überschritten, es hatte seine besten Tage und es geht langsam unter. Natürlich sehe ich den Abgang etwas früher kommen, als andere, da ich Twitter nie richtig leiden und nutzen konnte. Und natürlich wird Twitter nicht so schnell untergehen, da es echte Fans hat, die ohne Twitter nicht leben können und die für ihr Twitter kämpfen werden, die am Ende auch Geld ausgeben werden für Twitter.

Aber, fast schon als Fazit formuliert: Twitter hat seine Nutzer, und wer die erreichen will, und die nur dort erreichen kann, der muss Twitter nutzen. Twitter bleibt also ein wesentlicher Vertreter in der Kommunikationsstrategie, wenn es passt.

Facebook Page Plugin und Share-Buttons sind nachr Urteil des LG Düsseldorf unzulässig

Facebook LikeSeit knapp fünf Jahren gibt es in meinem Soziale Medien Workshop einen praktischen Workshopteil zum Thema „Bekanntmachnung der eigenen Facebook Seite“ und „die eigene Website für Social Media fit machen“. Darin erläutere ich regelmäßig, dass man mit einer sogenannten Facebook Like Box, dem heutigen Page Plugin, auf die eigene Seite aufmerksam machen kann und dass man mit Like/Share-Buttons die Inhalte der eigenen Website leicht teilbar für Dritte macht. Ein Nachteil der Plugins ist, dass sie Daten des Nutzers an Dritte übermitteln, und das auch schon bei Aufruf der eigenen Website. Man wird als Webseitenbetreiber also zum Handlanger der Datensammelwut dritter Unternehmen.

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, fordert seit langer Zeit die Vereinbarkeit des Facebook-Geschäftsmodells mit deutschem und europäischem Datenschutz. Immer wieder taucht dabei auch die Datenübertragung von persönlichen Daten an Facebook beim reinen Aufrufen einer Website auf. Ein Like-Button und ein Page Plugin wissen immer, ob man selbst auf dieser Seite schon mal einen Like geklickt oder ob man auf der im Page Plugin verlinkten Facebook Unternehmensseite bereits „Gefällt mir“ geklickt hat. Dazu werden Daten beim Aufrufen der Website vom Facebook-Plugin direkt an Facebook verschickt, dort ausgewertet und zur Steuerung des Plugins oder des Like-Buttons benutzt. Der ahnungslose Webseitenbesucher ahnt davon nichts.  Bisher war es ausreichend in den Datenschutzerklärungen auf der eigenen Website pauschal darauf hinzuweisen, dass Daten an Dritte übertragen werden. Korrekterweise hat man das für die übelsten Vertreter einzeln gemacht, also vor allem für Facebook und Google.

Natürlich ist es unlogisch auf eine Übertragung von Daten hinzuweisen, wenn diese bereits passiert ist. Es war also zu erwarten, dass deutsche Gerichte irgendwann diese Funktionen insoweit verbieten, dass Webseitenbetreiber das Übertragen dieser Informationen verhindern müssen. So habe ich das immer kommuniziert, und ich bin davon ausgegangen, dass es nie zu einer solchen Regelung, die dem Abschalten elementarer Grundfunktionen des heutigen Internets und einem Stellvertreterkrieg zwischen deutschen Datenschützen dem US-amerikanischen Facebook gleichkommt, kommen wird. Aber es ist passiert: Auf Initiative der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Düsseldorf im Grunde fast jeden „Gefällt mir“ Button auf Blogs und Webseiten sowie die meisten Social Plugins in ihrer aktuellen Version als rechtswidrig deklariert. Ab sofort sind Bußgelder, Abmahnungen und allgemein anwaltlicher Stress vorprogrammiert.

Wer also das aktuelle Page Plugin von Facebook oder Share-Buttons auf der eigenen Website integriert hat, der muss nun prüfen, dass diese Tools keine Daten übertragen. Das jQuery Plug-In socialshareprivacy von heise.de verfolgt schon länger den Ansatz vor dem Teilen von Inhalten sich explizit mit der Übertragung von persönlichen Daten einverstanden zu erklären. Aber ob auch das Plugin nach heutigem Gerichtsurteil einer Abmahnung standhält, kann ich nicht sicher beantworten. Wie immer gilt also: Wer 100% rechtsicher unterwegs sein möchte, der deaktiviert alle Plugins auf Webseiten, die Daten an Dritte übertragen. Tatsächlich muss man hier etwas abwarten, da das Urteil des LG Düsseldorf weit ausgelegt die Abschaltung des heutigen Internets bedeuten würde. Das kann und wird nicht so bleiben, wird so sicher nicht interpretiert werden.

MOBILEGEEKS äußerst sich etwas spitz aber dennoch unterhaltsam und informativ zum Thema.

Foto: pixabay by Simon

Aktuelle Nutzerzahlen der der sozialen Medien (Stand: Ende 2015)

Social Media Nutzer Ende 2015Die Zahl der Nutzer aller sozialen Medien weltweit ist auf knapp 2 Milliarden angestiegen, und das im Vergleich zu 1 Milliarde Nutzer im Jahre 2010. Das soziale Netzwerk Facebook alleine ist in dieser immensen Nutzerzahl mit 1,55 Milliarden Nutzern vertreten, die anderen sozialen Medien liegen, meist weit abgeschlagen, dahinter. Die amerikanische Tech-Webseite „Search Engine Journal“ hat die Nutzerzahlen der großen sozialen Medien veröffentlicht:

LinkedIn: 97 Millionen
Pinterest: 100 Millionen
Snapchat: 200 Millionen
Tumblr: 230 Millionen
Twitter: 316 Millionen
Google+: 343 Millionen
Instagram: 400 Millionen
YouTube: 1 Milliarde
WhatsApp: 1 Milliarde
Facebook: 1,5 Milliarden

XING: 9,7 Millionen

Etwas alleinstehend, weil für den deutschen Unternehmer und das deutsche Unternehmen ganz wichtig: XING. Das deutsche soziale Newtzwerk kommt auf 9,2 Millionen Nutzer in der DACH-Region und auf 9,7 Millionen Nutzer weltweit. Die Zahlen sind auch aus dem Januar 2016, also topaktuell.

Wenn man nun alles etwas bereinigt, dann bleibt es dabei: Facebook ist ein MUSS, YouTube und Instagram gehören, wenn Content vorhanden ist, zum guten Ton, die Inhalte auf den Dreien dürfen Spaß machen und unterhalten. Dann kommt XING dazu, wo sich Unternehmer und Unternehmen etwas mehr business-like präsentieren und Google+, weil wir Google bezüglich ihrer Suchmaschine gefallen wollen. Das ist die absolute Kurzform eines eigentlich komplexeren Themas, dem man sich in meinem Soziale Medien Workshop langsam annähern kann.

Weitere Informationen:

Übersicht aktueller Social Network Statistiken (Laufend ergänzt)

Facebook, YouTube & Co.: Die 8 größten sozialen Netzwerke nach Nutzerzahl Stand 2016

Foto: pixabay by Pixelkult

Sieben Fehler, die man in Facebook nicht machen sollte

Facebook LikesManch einer spricht und schreibt an der Stelle gerne von Todsünden, aber soweit möchte ich gar nicht gehen. Es gibt einfach Handlungen, die einem das Leben nur schwerer machen. Wer diese Fehler nicht macht, der kommt schneller ans Ziel. Daher werde ich auch nicht nur die Fehler benennen, sondern auch aufzeigen, was man besser hätte machen können und besser machen sollte.

Unternehmen treten mit Profilen auf
Es geht ganz schnell, dann hat man eine Profilseite für ein Unternehmen angelegt. Auf den ersten Blick wirkt das gar nicht so schlimm, jedoch müssen Fans nun eine Freundschaftsanfrage stellen und können nicht mit einem einzigen Klick zeigen, dass sie die Seite mögen. Natürlich hat man so keine Adresse, keine Öffnungszeiten und sonstige unternehmerische Informationen, man hat keine Statistiken, bei 5.000 Freunden ist Schluss, und ganz am Rande verstößt es gegen die Facebook AGBs. Also gleich eine Facebook Seite für Unternehmen anlegen und ggf. diese mit einem zusätzlichen unternehmerischen Profil verknüpfen.

Facebook ist kein Kanal für klassische PR-Meldungen
Pressemitteilungen sind oft langweilig, aufgebläht, weder lustig noch ansprechend. Sie gehören nicht auf die Facebook Unternehmensseite, auch wenn es so verlockend ist, die Pressemeldungen der letzten 5 Jahre mal eben dort zu wiederholen. Social Media lebt vom Dialog, Pressemitteilungen sind Monologe.

Die persönliche Note
Wer keine persönliche Note in seine Beiträge reinbringt, der verliert früher oder später, mindestens an Reichweite und an Interaktion. Mit Werbung und Gewinnaktionen gewinnt man keine Fans, womit nicht plumpe Erhöhung der „Gefällt mir“s der Seite gemeint ist, sondern echte Fans, die immer wiederkommen. Geschichten aus dem Arbeitsalltag mit einer sehr persönlichen Note, spannend geschrieben, kommen dafür umso mehr an.

Sprüche-, Essens- und Tierbilder
Was auf dem privaten Profil gut ankommt, darf auf der Unternehmensseite nicht wiederholt werden. Katzenbilder und Sinnsprüche haben auf der Facebook Seite nichts verloren. Wir wollen als kompetenter Experte wahrgenommen werden, und dazu braucht es fast alles, außer den in der Überschrift genannten Inhalten. Achtung: Firmenhunde und -katzen, denen eine strategische Maßnahme, also eine Rolle zugeteilt wurde, gehören sehr wohl in die Social Media Kommunikation.

Das Impressum
Manch einer denkt, Facebook wäre keine Website und bräuchte kein Impressum. Aber das ist weit gefehlt. Die Unternehmensseite auf Facebook ist öffentlich sichtbar und bedarf eines eigenen Impressums. Mittlerweile hat Facebook dafür auch einen Bereich und Infos“ auf der Facebook Seite geschaffen, auf dem Profil natürlich nicht. Ein fehlendes Impressum bietet eine große Angriffsfläche für Wettbewerber oder direkt für Abmahnanwälte. Also ganz wichtig, ein Impressum muss her.

Angemessene Reaktion in jeder Situation
Wer braucht schon böse Kommentare, Widerspruch oder Kritik? Im Grunde niemand, und trotzdem werden wir es erleben und dann ist guter Rat teuer. Die Beiträge, die man nicht sehen will, zu löschen, ist keine besonders gute Taktik. Das wäre Zensur. Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz sind jetzt gefragt. In vielen Fällen nützt es auch die gesamte Kommunikation auf ein persönliches Gespräch am Telefon oder gar unter vier Augen zu führen. In seltenen Fällen ist es ratsam einfach gar nichts zu machen, weil es niemand aufgreift und keiner wahrnimmt, oder auch mal etwas zu löschen, wenn tatsächlich unumgänglich ist. Aber dann sollten andere über diesen Schritt im Nachgang informiert werden

Pflege, Pflege, Pflege … und Pflege
Nach unseren Soziale Medien Workshops gibt es immer erst mal einen Hype, die Profile und Seiten werden gepflegt und ausreichend bespielt. Nach einiger Zeit lässt das aber nach, dann kehrt der Alltag zurück, und in diesen Alltag hat das Thema Social Media keinen Einzug gehalten. Das ist ein grober Fehler, da Themen, wie Außendarstellung, Imagebildung, Pflege der Kunden und Interessenten, ja vielleicht sogar Kundengewinnung, absolut Aufgaben des Alltags sind. Alles braucht einen Plan, Beiträge könnten einen Redaktionsplan benötigen, auf dem Themen, Inhalte, Verantwortliche, Termine, usw. dokumentiert sind und nach dem man sich täglich oder wöchentlich richten kann.

Fazit
Es ist nie zu spät. Wer sich im Text oben ertappt gefühlt hat, der kann noch heute loslegen und was tun. Die Fehler und ihre Tipps zur Vermeidung sind auch nur angerissene Themen, denn im Social Media muss der Content (u.a.) nicht mehr nur zur Zielgruppe, sondern auch zum Kanal passen. Es gibt daher keine feste Anleitung für alle Unternehmen dieser Welt. Wir müssen uns beraten lassen, uns probieren und ein Stück weit auch beim Laufen lernen. Viel Spaß.

Fotos: pixabay.com

Social Media in Unternehmen

Soziale NetzwerkeAn dieser Stelle werfen wir einen Blick auf die ersten Schritte, die ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern in sozialen Netzwerken gehen muss. Dabei erläutere ich, warum Sie Ihre Mitarbeiter ins Boot holen werden und wie es praktisch losgehen kann.

Der Mitarbeiter ist das wichtigste Gut Ihres Unternehmens. Er war und ist Markenbotschafter immer dort, wo er zu sehen ist. Das meint unternehmerische Präsenz, aber auch in Freizeitaktivitäten oder im Urlaub. Unternehmen, die sich perfekt positionieren wollen, machen ihre Mitarbeiter jetzt auch in sozialen Netzwerken zu Markenbotschaftern. Wer sich für das Image seines Unternehmens einsetzt, der ist allgemein engagierter und damit langfristig erfolgreicher. Das erhöht zwangsläufig den Wettbewerbsvorteil. Ein Profil einzurichten auf allen wichtigen Plattformen ist denkbar einfach und geht auch weniger computer-affinen Menschen leicht von der Hand. Die Überraschung über die Kraft der sozialen Netzwerke ist von Anfang an sehr groß.

Es gilt also die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens zu überzeugen in sozialen Netzwerken präsent und aktiv zu sein. Geschäftsführer, Abteilungs- und Teamleiter gehen natürlich mit guten Beispiel voran. Das wird oft vergessen, obwohl wir in unseren Soziale Medien Workshops vom Start weg immer zuerst die Führungsetage einweisen. Jeder, der ein Profil in sozialen Netzwerken eingerichtet hat, sollte sich darauf nicht ausruhen. Ab jetzt gilt es sichtbar zu werden, Meinungen zu haben und Inhalte zu produzieren. Leben Vorgesetzte das vor, werden sie zu Vorbildern auch auf diesem meist als unsicher empfundenen Terrain. Bei der Vernetzung mit Kollegen kommt es dann früher oder später dazu, dass man sich hierarchieübergreifend vernetzt. Spätestens jetzt entsteht Kommunikation auf Augenhöhe, die keinesfalls die Hierarchien im Unternehmen aufhebt.

Wahrscheinlich gibt es Ängste unter den Mitarbeitern, Angst davor, Wissen zu teilen und austauschbar zu werden, oder Angst davor jemandem seine Meinung zu präsentieren, die man lieber für sich behalten möchte. Wahrscheinlich tauchen erste Fragen auf, wie man das als Mitarbeiter schaffen soll neben der bereits vielen Arbeit auch noch in sozialen Netzwerken aktiv zu werden. All das ist ganz normal, und diesen Themen muss man sich frühzeitig annehmen. Hilfreich sind Trainings und Workshops, bei denen die Vielfalt der sozialen Medien und der sozialen Netzwerke aufgezeigt wird, bei denen die Wesentlichen herauskristallisiert werden und bei denen Einrichtung von Profilen und Funktionsweise der jeweiligen Netzwerke erläutert und diskutiert werden. Als Ergebnis entstehen Arbeitsanweisungen für den sicheren Umgang mit sozialen Medien.

„Freunde-finden“-Funktion ist unzulässig

"Freunde-finden"-Funktion ist unzulässigDer gesamte Registrierungsprozess auf facebook.com ist etwas verwirrend, wenn man tatsächlich nur einen Account benötigt, wenn man für den Moment niemanden finden und eigentlich auch selbst gar nicht gesehen werden will. In meinen Soziale Medien Workshops erkläre ich gerade an dieser Stelle der Registrierung regelmäßig, was dahinter steckt. Zum einen wird mit dem Auslesen der Kontakte und dem Hochladen dieser zu facebook.com geprüft, wer bereits auf facebook.com einen Account, also ein Profil. Diese Facebook-Mitglieder werden dem Neuling sofort als Freundschaftsvorschläge angezeigt. Die Verwunderung ist riesig, wenn man viele dieser Vorschläge tatsächlich kennt. Nunja, kein Wunder.

Und dann ist das die Sache mit dem Versenden von E-Mails. „Freunde finden“ alleine ist ja nicht weiter verwerflich, denn das wäre die von mir oben genannte Funktion. Es geht mehr um die Funktion, dass Dritte darüber informiert werden, dass ich nun neu auf facebook.com bin und das soll mithilfe einer E-Mail an Dritte kommuniziert werden. Für einen echten Social Media-Profi ist das einerseits bekannte Praxis andererseits steht da auch deutlich, dass Kontakte per E-Mail informiert werden. Aber aus Anfänger- und Verbrauchersicht sind gerade die „Überpringen“-Buttons viel zu klein. Man könnte meinen, dass Facebook mehr an neuen Mitgliedern interessiert ist, als daran, dass wir tatsächlich neue Freunde auf Facebook finden werden. Am Ende hat der Bundesgerichtshof nach Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland (Vzbv) entschieden, dass Einladungen an Personen auf diese Art und Weise nicht verschickt werden dürfen und eine „wettbewerbsrechtlich unzulässige belästigende Werbung“ darstellen sowie Mitglieder „über Art und Umfang der Nutzung der von ihm importierten Kontaktdaten irregeführt“ werden.

YAHOO! wird wieder aller Browser Standardsuche

Java UpdateImmer öfter sehe ich in den Webbrowsern meiner Kunden YAHOO! als Standardsuche und auch als Startseite zumindest im Firefox und Chrome. Das passiert, weil beim Java-Update diese Einstellungen auf Wunsch des Anwenders übernommen werden. YAHOO! als Suchmaschine … Da bekommt ein IT-Nerd, wie ich einer bin, der auch noch einige Jahre IT-Interesse auf dem Buckel hat, gleich mal ein Déjà-vu. Denn YAHOO! war Mitte der Neunziger die Suchmaschine schlechthin, zumindest für mich. Da war von Google noch keine Rede, Google als Suchmaschine war da noch nicht mal geboren.

Nun muss man aber faierweise sagen, dass eine Suchmaschine, wie wir sie heute kennen, anfangs etwas anders aufgebaut war. Die heutigen Suchmaschinen waren seinerzeit erst mal Webkataloge. Dort wurden Internetseiten nach Kategorien sortiert aufgelistet, und waren eben nach diesen Kategorien und technischen Parametern, wie <TITLE>, <KEYWORDS> und <DESCRIPTION> zu finden. Einem Webkatalog, wie YAHOO! musste man auch noch sagen, welche Webseite es indizieren, also in den Katalog aufnehmen, soll.

Nun ja, was kann das zur Folge haben? Wir alle kümmern uns akribisch darum, dass unsere eigene Webseite in der Google Suche immer auf der ersten Seite, besser auf dem ersten Platz, steht. Da bleibt es zu hoffen, dass Google die führende Suchmaschine bleibt. Das steht ja für den Moment außer Frage, aber wie immer muss man eben dort vertreten sein, wo die meisten Menschen sich aufhalten, vernetzt sind oder eben schlichtweg suchen. À propos Vernetzung: YAHOO! besitzt im Moment die Foto-Community Flickr sowie die Blogging-Plattform Tumblr, und wenn YAHOO! es schafft ein soziales Netzwerk auf die Beine zu stellen, das nur minimal funktioniert, dann kann es Google ganz schnell einholen. Man darf gespannt sein.

Administratoren für Facebook-Seiten und -Gruppen

Facebook TierparkPasst immer schön auf, wen Ihr als Admin für Eure Facebook-Seiten und -Gruppen freischaltet. Ich hole etwas aus. Der Tierpark Berlin wird in diesem Jahr 60 Jahre alt und draußen an den WALL-Wänden habe ich entsprechende Plakate gesehen. Unten links steht die Facebook-Adresse des Tierpark Berlin und jedesmal, wenn ich das sehe, muss ich an eine kleine Geschichte denken. Vor einigen Jahren, als die Zoo AG noch dachte, man müsse für das Unternehmen hinter Tierpark und Zoo, also für die Zoo AG, eine Facebook-Seite betreiben, hat die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoologischem Garten Berlin e.V. zusammen mit mir diese Facebook-Seite für den Facebook Tierpark Berlin eingerichtet, natürlich ebenso für den Facebook Zoo Berlin. Uns war klar, dass die Menschen da draußen Fans, so hieß das damals noch, von einer Einrichtung werden wollten, nicht von einem wirtschaftlichen Unternehmen, also nicht in diesem Fall. Und während die Zoo AG noch in den Kinderschuhen steckte, haben wir die beiden Facebook-Seiten erfolgreich auf Kurs gebracht. Wir Gründer der Facebook-Seiten waren immer auch gemeinsam Admins der Seiten, natürlich Admins mit vollen Rechten. Später hat die Zoo AG ihre Aktivitäten im Social Media verändert und sie wollte nun auf den beiden Facebook-Seiten mitspielen. Logisch, denn die Seiten waren mit Leben gefüllt und hatten viele Fans. Das war für uns kein Thema und wir nahmen eine Mitarbeiterin als weiteren vierten Admin auf. Es dauerte nicht lange, dann wurde ich ungefragt als Admin entfernt. Aus Fairness und Gründen guter Erziehung ist so etwas vollkommen tabu. Es wäre schwer zu klären gewesen, ob man Urheberrechte an einer Facebook-Seite hat, aber man fragt den anderen Admin gewöhnlich, ob dieser der Übertragung seiner Facebook-Seite, und nichts anderes ist es, zustimmt. Auf Seiten der Zoo AG fand ich überhaupt kein Schuldgefühl, sie sahen sich eher im Recht genau das getan zu haben. Ich musste zähneknirschend diese Annexion hinnehmen, auch, weil die Seite ja tatsächlich vom richtigen Unternehmen gestaltet werden sollte.

Ich betreibe in Facebook eine Facebook Kochgruppe, und betreiben heißt, dass ich diese Gruppe geründet habe und sie administriere. Bei nunmehr über 10.000 Mitgliedern ist es eigentlich nicht zu verantworten die Gruppe als einziger Admin zu betreuen. Das wird mir auch häufig vorgehalten, jedoch weiß ich nicht so recht, wen ich als Admin mit in die Gruppe nehmen soll. Denn dieser Admin wäre sofort in der Lage mich als Admin zu entfernen und ich würde diese Gruppe verlieren. Aus oben beschriebener Erfahrung ist es mir im Moment nicht möglich einen weiteren Admin zu benennen.

Aus diesen Erfahrungen und Erkenntnissen heraus müsste ich meinen Soziale Medien Workshop eigentlich meinen Respekt aussprechen, weil diese mich als Administrator für Ihre Facebook-Seiten freischalten, wohlwissend, welche Rechte ich dadurch habe. Für den Betreiber einer Facebook-Seite oder -Gruppe heißt es also, dass er seinem Admin-Kollegen voll vertrauen muss. Dabei ist das Vertrauen in die korrekte Arbeitsweise eben nur ein kleiner Teil. Aus diesem Grunde sage ich: Passt immer schön auf, wen Ihr als Admin für Eure Facebook-Seiten und -Gruppen freischaltet.